Unsere Projekte

Umwandlung der Bundeswehr in ein Friedenskorps

 

 
 

Gemäß der deutschen Verfassung besteht der Auftrag der Bundeswehr im Schutz der deutschen Bevölkerung vor fremden Angriffen. Viele Bundesbürger haben das Gefühl, dass dieser Schutz ohne Bundeswehr nicht mehr vorhanden wäre. Befragt man die Betroffenen, an welche „Feinde“ sie denn dächten, dann sind meistens keine klaren Vorstellungen vorhanden. Vielleicht kommen Antworten wie „die Terroristen“, „die islamistische Gefahr“, „Flüchtlinge“, „Piraten“. Letzten Endes handelt es sich hier meist um Bereiche, gegen die als Schutz die Polizei oder Bundespolizei innerhalb von Deutschland zuständig ist und nicht die Bundeswehr.

 

 

 

Es erhebt sich die Frage, ob durch die Bundeswehr und militärische Kräfte gerade kein Schutz der jeweiligen Bevölkerung gewährleistet wird, sondern gerade das Gegenteil eintritt, nämlich ein Krieg wird erst ermöglicht und wahrscheinlicher.

 

 

 

Darüber hinaus ensteht durch das Vorhandensein von militärischen Kräften in einigen Nationen der Wunsch, die militärisch stärkste Nation zu sein und damit die Notwendigkeit, Atomwaffen zu besitzen. Atomwaffen haben aber eine Bedrohung der gesamten Welbevölkerung durch die Möglichkeit eines atomaren Holocaust zur Folge.

 

 

 

Als Begründung, warum der Einzelne für das Vorhandensein der Bundeswehr ist, wird häufig auch angegeben, dass wir seit 1945, also seit über 60 Jahren, in Frieden leben konnten. In gewissem Umfang mag dies in Verbindung mit den Verträgen befreundeter Nationen verständlich erscheinen. Überträgt man diese Argumentation auf die Umstände bei anderen Nationen, muss man allerdings zugeben, dass bei vielen dieser Nationen der Schutz nicht gegeben war. Denken wir nur an einige der Kriege die seit 1945 stattgefunden haben, wie

 

 

 

Angriff auf den Suezkanal durch England und Frankreich

 

Koreakrieg

 

Vietnamkrieg

 

Falklandkrieg

 

Angriff auf Kuba

 

Kubakrise

 

usw.

 

 

 

Außerdem gab es eine ganze Reihe von Bürgerkriegen wie z. Zt. in der arabischen Welt. Insgesamt wurden dabei Millionen Menschen getötet.

 

 

 

Es gibt eine Tendenz bei den meisten Staaten in der Welt, immer mehr Geld für militärische Zwecke auszugeben. In den Jahren 2007-2009 stiegen diese Ausgaben um 30%, alleine die USA geben mit jährlich etwa 900 Miliarden $ (2009) mehr für die „Verteidigung“ aus als alle restlichen Staaten der Welt zusammen.

 

 

 

Die USA tun dies mit der Begründung, dass sie die stärkste militärische Macht sind und bleiben wollen. Allerdings gibt es offenbar weitere Staaten wie Russland und China, die diesen Zustand nicht gerne sehen und vielleicht selber die stärkste Militärkraft der Welt werden möchten.

 

 

 

Bis zum Jahre 1945 hatten selbst Weltkriege nur einen örtlich begrenzten Einfluß.

 

Seit dem Vorhandensein von Atomwaffen, die inzwischen von mindestens 8 Staaten besessen werden, können Atomkriege ausgelöst werden, die in einem weltweitem Holocaust münden und das Überleben der Menschheit gefährden.

 

 

 

Ein Einsatz von Atomwaffen kann durch folgende Möglichkeiten ausgelöst werden:

 

 

 

Ein Atomstaat fühlt sich irrtümlicherweise angegriffen und führt einen Gegenschlag aus,

 

 

 

Ein Staat glaubt, durch einen präventiven Atomangriff die Bedrohung durch einen anderen Staat auslöschen zu können,

 

 

 

Ein einzelner Offizier, z.B. auf einem Unterseeboot der Amerikaner, der Russen, der Chinesen oder von Israel etc., glaubt, durch das Abschießen seiner Atomraketen die Welt zu retten.

 

 

 

Ohne Absicht aus technischem oder menschlichem Versagen.

 

 

 

Viele Fachleute und Wissenschaftler, insbesondere aber auch Präsidenten von Staaten oder hohe Militärs, die diese Waffen während ihrer Amtszeit betreuten, äußern häufig nach ihrer Pensionierung, wie völlig unsinnig und gefährlich diese ihre Tätigkeit gewesen sei. Viele dieser Fachleute glauben heute, dass die Welt sich nie so nahe am Ausbruch eines Atomkriegs befände wie heute.

 

 

 

Die überwiegende Mehrheit aller Menschen ist wohl überzeugt davon, dass das Vorhandensein von Atomwaffen eine tödliche Gefahr darstellt. In erster Linie schlagen alle die Staaten, die bereits Atomwaffen haben, jedoch nur vor, dass keinen weiteren Staaten erlaubt sein sollte, sich Atomwaffen zuzulegen. Sie selber seien bereit, über eine Begrenzung, jedoch nicht über die Abschaffung der eigenen Atomwaffen zu verhandeln. Die Staaten mit den größten Atomwaffenarsenalen, insbesondere der mächtigste, nämlich die USA, verhandeln jedoch nur über Schritte, durch die ihr Status als Mächtigster nicht gefährdet wird. Es erscheint daher hoffnungslos, dass die Atomwaffen auf dem Verhandlungswege abgeschafft werden können.

 

 

 

Ein erstaunlicher, inzwischen weitgehend vergessener Vorschlag erfolgte im Jahr 1961. Zwei von ihren Regierungen beauftragte Männer, nämlich John J. McCloy

 

aus den USA und Vladimir Zorin aus der UdSSR, schlugen den Vereinten Nationen Prinzipien vor, die beinhalteten

 

 

 

            Völlige Entwaffnung aller Staaten

 

 

 

            Abschaffung aller nationalen Armeen, See- und Luftstreitkräfte

 

 

 

            Nur Erhalt von Polizeikräften für die innere Sicherheit

 

 

 

Keine Vorratshaltung mehr von jeglichen Waffen, weder konventioneller noch nuklearer.

 

 

 

Die Vereinten Nationen reagierten mit großer Freude auf diesen Vorschlag. Eine aus 18 Nationen bestehende Entwaffnungskommission sollte die Durchführung festlegen. Allerdings dauerte es nicht lange, bis der Begriff Entwaffnung als Überschrift dieser Verhandlungen sehr schnell in Begrenzung der Bewaffnung geändert wurde.

 

 

 

Es erscheint daher hoffnungslos, dass man die Abschaffung der Atomwaffen über Verhandlungen erreichen kann. Wir schlagen daher vor, dass zur Lösung dieses Problems ein hinreichend großer Staat durch eine einseitige Erklärung bekannt macht, dass er auf jegliche eigene Bewaffnung verzichtet und die hierfür jährlich ausgegebenen Mittel für die Umwandlung aller Militärstreitkräfte in ein Friedenskorps zur Verfügung stellt. Dieses Friedenskorps hilft allen Bürgern anderer Länder, die um Hilfe bitten. Dies hat eine Reihe von Vorteilen zur Folge:

 

 

 

1.

 

Es entsteht ein besserer Verteidigungsschutz des eigenen Landes als durch eine militärische Streitmacht. Welcher Staat sollte diesen völlig entwaffneten Staat angreifen wollen, wenn man das, was man von diesem Staat vielleicht bekommen möchte, kostenlos erhalten kann.

 

 

 

2.

 

Die finanzielle und ökologische Belastung durch die Unterhaltung von Streitkräften mit ihrem enormen Verbrauch von Ressourcen entfällt. Diese Mittel werden frei für eine Friedensvorsorge im In- und Ausland.

 

 

 

3.

 

Eine Erziehung der gesamten Bevölkerung zu gewaltfreien Konfliktlösungen findet statt, was sich positiv auf das interne soziale Umfeld auswirkt.

 

 

 

4.

 

Es besteht die Hoffnung, dass andere Staaten diesem Vorgehen folgen.

 

 

 

5.

 

Durch den Druck der eigenen Bevölkerung können sich auch die „mächtigen“ Staaten dieser Welt nicht mehr die Unterhaltung von Atomwaffen leisten.        

 

 

 

6.

 

Vom Gesichtspunkt unseres Vereins aus kann für den Einzelnen die Beschäftigung mit dieser Frage zu einem neuen Grundsatz führen:

 

 

 

                               Killing is out, Töten ist passee.

 

 

 

 

 

Welche Wege gibt es in Deutschland, diesen Wandel zu erreichen?

 

 

 

Einzelne Menschen müssen sich unabhängig von Partei- oder Religionszugehörigkeit dafür einsetzen, dass der Bundestag diese Umstellung beschließt. Es ist zu hoffen, dass Parteien und Kirchen sich mit diesem Ziel identifizieren.

 

 

 

 

 

 

 

Zusammenfassung:

 

 

 

1. Das Vorhandensein der bewaffneten Bundeswehr gewährt keinen Schutz vor äußeren Feinden, sondern vergrößert die Gefahr von gewaltsamen Auseinandersetzungen bis hin zu einem atomaren Holocaust.

 

 

 

2. Eine Umwandlung der Bundeswehr in ein Friedenskorps vergrößert die Möglichkeit einer friedlichen Zukunft und könnte, da hierdurch keine Kosten entstehen, relativ leicht verwirklicht werden.

 

 

 

3. Die Ausbildung und Beschäftigung im Friedenskorps von über hunderttausend vollamtlichen Mitarbeitern und evtl. einer ähnlichen Anzahl jedes Jahr wechselnder Wehrpflichtiger hat einen starken positiven Einfluß auf die breiter werdende Anwendung gewaltfreier Lösungsmethoden bei Problemen im Inland wie auch mit Menschen anderer Länder.

............................................

 

15.12.2012